Bericht 3:  Auf zum Eisfassen

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Wir, die Decksjungen, waren gewarnt worden. Auf schnell in die Sonne kommen sollten wir uns nicht einrichten. Und in der Tat, kaum hatten wir bei Land’s End den Nordatlantik erreicht, setzten wir alle Segel und fuhren WNW Richtung Hudson Bay.

 

Schnell wurde es ungemütlich, nass und kalt. Die Gründe für diesen Kurs wurde bald klar. Um unseren Proviant besser zu schützen, müssten wir ihn durch Eis kühlen.

 Das verstand jeder von uns. Drei lange Tage dauerte es, bis wir die ersten Eisberge sahen. Das Schiff ging vorsichtig an einem der Riesen, der flach wie eine Scholle war, längsseits. Dann wurde die große Gangway ausgebracht. Die Steuerbordwache ‚Alfa’ (SW-A) besorgte die sichere Vertäuung des Schiffes mit dem Eisberg.

 

 

 

 Die Backbordwache ‚Charly’ (BW-C) sollte Eisstücke vom Eisberg bergen. Ich war, wie die ganze SW ‚Bravo’,  für den Transport des transportfähigen Eises zuständig, Die Eisbrocken  mussten zum Teil über etliche hundert Meter verbracht werden, was häufig nur durch Schieben gelang. Beim Eisschieben kamen wir bei der kalten Luft auch ganz schön ins Schwitzen. Das nahm ich gerne in Kauf, denn die armen Jungs der BW ‚Delta’ mussten das Eis an Bord bis zu den Proviant- und Kühlräumen auf ihren Schultern tragen. Da waren große Brocken dabei. Die Säcke auf meiner Schulter in den ersten 15 Minuten auf den Planken dieses Schiffes waren nicht vergessen!

 

Das ganze Manöver dauerte knapp vier Stunden  und all-hands setzten noch gerne alle Segel auf dem bereits auf Südkurs liegenden Schiff. Nur weg von hier und nicht ins Wasser fallen. Etwa 1000 Seemeilen weiter westlich sank 1912 die Titanic am 12. April 1912. Auch in einer mehr sommerlichen Zeit war ein Bad in der See nicht einladend. der See nicht einladend.

 

 Nur noch die Steuerbordwache Bravo blieb an Deck. Ich musste für die nächste Stunde Ausguck auf der Back stehen, während alle anderen, außer dem Rudergänger, den heißen Kaffee tranken, den der Kochsmaat gemacht hatte.

 

 

 

Zu Bericht 4

Zu allen Berichten Teil I







 



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